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Maximal mögliches Schmerzensgeld

Wir garantieren Ihnen, dass wir ein höchstmögliches Schmerzensgeld für Sie erstreiten werden. Bitte unterschreiben Sie keine Abfindungsvereinbarungen mit der Haftpflichtversicherung von Klinik und Arzt. Dort wird nur versucht, Sie mit einem winzigen Schmerzensgeld abzuwimmeln. Tatsächliche Schäden und Folgeansprüche werden Ihnen ganz verwehrt.

Geld heilt keine Wunden

Auch kann es einen ärztlichen Kunstfehler nicht wieder ungeschehen machen. Das Leben kann es aber erleichtern. Für wirtschaftliche Einbußen spricht das Gesetz Ihnen Schadensersatz zu. Schließlich soll das Schmerzensgeld einen Ausgleich für körperliche und seelische Leiden schaffen. Sie erhalten also Ersatz für Verluste, die durch den Behandlungsfehler entstanden sind. Hierzu zählen insbesondere Verdienstausfälle, wenn sie nicht mehr arbeiten können, oder Kosten für eine Haushaltshilfe, weil die Haushaltsführung für Sie zu anstrengend geworden ist. Sogar der Einbau eines Treppenliftes müsste Ihnen bei Bedarf finanziert werden. Aufgabe des Schmerzensgeld ist es, Ihnen eine Kompensation für körperliche Schäden zu schaffen.

Finanzielle Genugtuung - Schmerzensgeld

Hierzu formuliert der Bundesgerichtshof bereits mit Beschluss vom 06.07.1955 wie folgt: „Das Schmerzensgeld hat rechtlich eine doppelte Funktion. Es soll dem Geschädigten einen angemessenen Ausgleich bieten für diejenigen Schäden, für diejenige Lebenshemmung, die nicht vermögensrechtlicher Art ist. Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet."

Schmerzensgeld ist grundsätzlich auch vererblich. Sofern ein Patient stirbt, gehen seine Ansprüche auf Schmerzensgeld für Schmerzen, die er bis zu seinem Tode erlitten hat, auf seine Erben über. Dieser Anspruch besteht natürlich neben Ersatzansprüchen für materielle Schäden.

Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs haben die Gerichte folgende Kriterien entwickelt, die für die Bemessung eines Schmerzensgeldes herangezogen werden:

  • Art der Verletzung: Leicht oder schwer, Verlust von Organen, Gliedmaßen, Körperfunktionen.
  • Art, Dauer und Heftigkeit der Schmerzen: Schmerzen über Tage, Wochen oder Jahre, Auswirkungen von Schmerzmitteln.
  • Berücksichtigung von Vorschäden oder Erkrankungen.
  • Dauer des Leidens, Therapie und Behandlung.
  • Beeinträchtigung oder Unmöglichkeit weiterer Berufsausübung.
  • Einschränkungen bei der Gestaltung der Freizeit.
  • Lebensalter des geschädigten Patienten.

Taggenaue Bemessung ihres Schmerzensgeldes

Gleichheit vor dem Schmerz - Die neue Linie zur gerechten und vorhersehbaren Bemessung

OLG Frankfurt und Landgericht Frankfurt setzen sie bereits um. Am LG Düsseldorf begründen wir die Höhe des von uns verlangten Schmerzensgeldes mit diesem System. Und das aus gutem Grund:

Anspruchsgrundlage ist § 253 Abs. 2 BGB, der von einer „billigen Entschädigung in Geld für einen Nichtvermögensschaden“ spricht. Die Gerichte müssen dann abstrakte Maßstäbe zur Interpretation entwickeln, was dieser unbestimmte Rechtsbegriff im konkreten Fall bedeutet. Die Bemessungsgrundlage für die Höhe von Schmerzensgeld muss angemessen, vorhersehbar und nachvollziehbar sein. 

 

Fest steht nur, dass das Schmerzensgeld dem Ausgleich und der Genugtuung dient. Hierbei ist auf Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen sowie das Leiden des Betroffenen abzustellen.
 

Bis heute sind willkürliche Entscheidungen mit unvorhersehbaren und teilweise unerträglich niedrigen Schmerzensgeldhöhen weit verbreitet. In einer Vielzahl von schwersten Verletzungen gewähren Gerichte Personen, die ihr Leben an Krücken oder im Rollstuhl verbringen müssen, ein auf den Tag bezogenes Schmerzensgeld von nicht einmal € 20,00 und sogar weniger, während umgekehrt nach Autounfällen für die Nutzungsentziehung eines PKW Beträge zwischen 30,00 und 50,00 € täglich gezahlt werden.
 

Dem begegnen die Gerichte immerhin in neuerer Zeit mit einer merkbaren Anhebung des Niveaus von Schmerzensgeldern auf höhere Beträge.
 

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat in seiner Entscheidung vom 28.03.2019 Az. 1 U 66/18 die Anwendung der taggenauen Schmerzensgeldbemessung skeptisch gesehen. Das OLG Düsseldorf betont dabei aber die Notwendigkeit der Entwicklung objektiv vorhersehbarer und die Menschen gleich behandelnder Grundsätze zur angemessenen Bemessung der Höhe eines Schmerzensgeldes.

Ausblick

Unser Kampf an ihrer Seite für ein gerechtes Schmerzensgeld

Der einzelne Bürger muss wissen, welches Schmerzensgeld ihm bei welchen Verletzungen und daraus resultierenden Schmerzen zusteht. Es kann nicht sein, dass bei vergleichbaren Verletzungen zwischen den Gerichten Abweichungen von mehr als 100 % als völlig normal hingenommen werden.
 

Die taggenaue Schmerzensgeldbemessung ist geeignet, die Angemessenheit der Schmerzensgeldbeträge zu überprüfen, die die Gerichte aus alten Urteilen und Schmerzensgeldtabellen "entnehmen". Schmerzen sind nicht objektivierbar. Selbst die Medizin kann nicht beschreiben, was Schmerz genau ist. Naturwissenschaftliche Messverfahren zur Bestimmung der Heftigkeit, Dauer und Größe von Schmerzen gibt es nicht. Trotzdem sind alle Menschen vor dem Schmerz gleich.

Beispiele zur Höhe bisheriger Schmerzensgelder

Die Rechtsprechung tendiert zu immer höheren Schmerzensgeldern:

Wie oben beschrieben, gibt es eine Unzahl an Gerichtsurteilen. An dieser Stelle möchte ich für verschieden betroffene Körperteile Beispiele aufzeigen. Genau lässt sich die Höhe eines angemessenen Schmerzensgeldes nie sicher voraussagen. Alles hängt von den Umständen des Einzelfalles ab - und vom Richter (siehe oben). Trotzdem müssen wir mit den Tabellen arbeiten. So kann man zumindest ein Gefühl für die Größenordnung bekommen. Die Liste werde ich an dieser Stelle regelmäßig ergänzen. Es lohnt sich also, ab und zu wieder vorbei zu schauen. Für jedes Körperleiden werde ich versuchen, das höchst mögliche und das niedrigst denkbare Schmerzensgeld sowie ein durchschnittliches Schmerzensgeld zu benennen.